Bären legen nach: Pierre Wex kommt

Am Freitag trug er noch das gelbe Lauterbacher Dress, bald wird er das blaue Trikot der Bären überstreifen: Pierre Wex.

Am Freitag trug er noch das gelbe Lauterbacher Dress, bald wird er das blaue Trikot der Bären überstreifen: Pierre Wex.

Vier Tage sind vergangen seitdem er mit dem EC Lauterbach im Neuwieder Icehouse gegen den EHC „Die Bären“ 2016 mit 3:4 verloren hat, da macht sich Pierre Wex wieder auf den Weg nach Neuwied. Mit kompletter Ausrüstung und seinem Spielerpass. Die Bären feiern an diesem Abend ein Kabinenfest, Pierre Wex darf und will dabei nicht fehlen. „Ich möchte mich den Jungs vorstellen.“ Seit wenigen Stunden ist er nämlich Bestandteil der Mannschaft. „Mit ihm erhalten wir noch einmal einen richtig starken Spieler dazu. Zu diesem Zeitpunkt der Saison einen Mann seiner Klasse zu bekommen, ist nicht selbstverständlich“, sagt Neuwieds Manager Carsten Billigmann über die Verpflichtung des Angreifers kurz vor Beginn der Play-offs. Ein Blick in seine Vita belegt die Qualitäten des gebürtigen Frankfurter: 2013 mit dem EC Bad Nauheim in die 2. Liga aufgestiegen, in 164 Partien Oberligaerfahrung gesammelt und 69 Scorerpunkte in 66 Regionalliga-Einsätzen – Wex bringt das Potenzial mit, ein Leistungsträger zu werden.

Das war er auch im Vogelsbergkreis. Der 25-Jährige trug das Kapitäns-C auf dem Trikot und verbuchte in der laufenden Runde bis dato 14 Tore und 21 Assists in 26 Saisonspielen. „Ich freue mich, jetzt in Neuwied mit einer starken Mannschaft und vor tollen Fans zu spielen. Der Verein ist eine große Familie. Es gibt in der Regionalliga nichts Besseres, als vor diesem Publikum auf dem Eis zu stehen. Bislang wurde ich als gegnerischer Spieler immer ausgebuht. Ich hoffe, dass es ab jetzt dazu keinen Anlass mehr gibt“, schmunzelt der Neue, der am Freitag bei seinem vorletzten Einsatz im Lauterbacher Dress noch zum besten Spieler seines Teams an diesem Abend gewählt wurde.

Der 1,78 Meter große Linksschütze ist ein Leadertyp. „Ich lebe für den Sport und den Erfolg, bin ein Motivator“, sagt er über sich selbst. Die Umstellung von der stark auf Geschwindigkeit setzenden Lauterbacher Spielweise auf den eher körperbetonten Stil der Bären glaubt der Angreifer schnell meistern zu können. „Das Körperliche kenne ich noch aus meiner Zeit in Bad Nauheim und wird mir keine Probleme bereiten.“ Wann der Neuwieder Neuzugang erstmals für den EHC auflaufen kann, hängt davon ab, wann die zuständige Passstelle den Antrag bearbeitet. Aber bis Freitagabend, wenn die Bären in Diez spielen, sollte das zu erledigen sein.