Ein Rechtsfänger für die Bären: Frensel hütet das EHC-Tor

Wenn der EHC Neuwied in der Saison 2016/17 in ein Penaltyschießen verwickelt wird, haben die Bären einen Joker in der Hinterhand. Wissenschaftler haben einst zwischen den Jahren 2005 und 2007 insgesamt 3500 Penaltys analysiert und kamen zu dem Ergebnis, dass die mit der rechten Hand fangenden Torhüter mit 69 Prozent deutlich mehr Versuche abwehrten als die Linksfänger (49 Prozent). Nur sie ist eben selten, diese Spezies des Rechtsfängers. Neuwied hat sich über anderthalb Jahrzehnte nach dem Finnen Sinuhe Wallinheimo wieder einen geangelt, den 19-Jährigen Leon Frensel. „Ein talentierter Mann, der auf jeden Fall seine Chance bei uns bekommen wird“, sagt EHC-Teammanager Carsten Billigmann über den gebürtigen Essener. „Ich erhoffe mir eine erfahrungsreiche und natürlich erfolgreiche Saison“, sagt Frensel.
529. 90,9. 2,50. Es sind drei Werte, die sich in der Statistikwelt eines Eishockeytorwarts sehr gut sehen lassen können. 529 Schüsse gehalten, 90,9 Prozent der aufs Tor zugezischten Pucks abgewehrt, 2,50 Gegentore pro Spiel kassiert – so liest sich Frensels Arbeitsnachweis aus der Saison 2015/16. An der altehrwürdigen Brehmstraße hütete er das Tor der Düsseldorfer EG in der Deutschen Nachwuchs-Liga DNL.
Wenn sich die Tradition fortsetzt, müssten die Bären mit dem neuen Schlussmann einen guten Fang gemacht haben. „David Mondt ist sein Agent“, berichtet Billigmann. Und wer dann noch weiß, wer ebenfalls zu den Spielern gehört, die der Bruder des ehemaligen Nationalspielers Niki Mondt betreut, weiß, dass Billigmanns Aussage ein Qualitätsmerkmal beschreibt. „Ich arbeite schon seit ein paar Jahren mit David zusammen und habe bislang mit seinen Spielern sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Artur Tegkaev und Moritz Schug gehören in diesen Reigen genauso wie Tyler Beskorowany, DEL-Torwart des Jahres 2015.